Bildschirmaufnahme in Windows: Video aufnehmen mit 3 Tools

Nicht jedes Anliegen lässt sich in einer E-Mail klären, manchmal hilft nur ein kurzes Video. Für die Bildschirmaufnahme am PC mit Ton stehen dafür unter Windows mehrere Wege offen: vom kostenlosen Windows-Tool bis zu spezialisierter Software mit eigenem Editor. Welcher davon passt, hängt vor allem davon ab, wie oft und für welchen Zweck Sie den Bildschirm aufnehmen möchten. Denn ein einzelnes Erklärvideo stellt andere Anforderungen als ein wöchentliches Tutorial.

So oder so lässt sich eine Bildschirmaufnahme unter Windows in ein fertiges Video umwandeln, ganz ohne aufwendige Einarbeitung. Dieser Artikel nimmt dafür vier Lösungen unter die Lupe, inklusive Funktionsumfang und Einordnung, welches Tool sich für welchen Anwendungsfall eignet.

Bildschirmaufnahme unter Windows in wenigen Minuten mit einem DSGVO-konformen Tool erstellen.

Bildschirmaufnahme am PC mit Ton: Eine Tool-Übersicht

Wer mehr möchte als nur ein einfaches Bildschirmvideo, findet für Windows mehrere Programme. Manche davon bringen einen eigenen Videoeditor mit, andere spielen ihre Stärken eher bei der Automatisierung wiederkehrender Aufnahmen aus. Bevor Sie sich für ein Tool entscheiden, lohnt sich deshalb ein kurzer Überblick über die vorgestellten Lösungen. Jede davon deckt einen anderen Anwendungsfall ab:

  • iSpring Cam Pro: Bildschirmaufnahme und Videoeditor in einem Werkzeug, ideal für einzelne Tutorials. Besonders geeignet für alle, die regelmäßig einzelne Erklärvideos produzieren.
  • iSpring Suite: Bildschirmaufzeichnung direkt in ein Autorentool eingebettet, perfekt für vollständige E-Learning-Kurse. Die richtige Wahl für Benutzer, die aus Aufnahmen ganze Schulungsprogramme aufbauen möchten.
  • ShareX: Kostenloses, quelloffenes Windows-Tool für automatisierte Screenshots und Bildschirmaufnahmen. Passt am besten zu Teams mit hohem Aufnahmevolumen und Bedarf an Automatisierung.

In den folgenden Abschnitten werfen wir einen genaueren Blick auf drei erweiterte Tools für die Bildschirmaufzeichnung unter Windows für alle, die regelmäßig etwas umfangreichere Videos erstellen möchten.

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Bildschirmvideo unter Windows aufnehmen: Drei Tools im Detail

Jedes der drei Tools hat einen eigenen Schwerpunkt, von der einfachen Bearbeitung bis zur automatisierten Weiterverarbeitung. Im Detail zeigt sich, wo die jeweiligen Stärken liegen und für wen sich der Einstieg lohnt.

iSpring Cam Pro: Professionelle Bildschirmaufnahme in Windows 10 und 11

Ein kurzes Video erklärt oft mehr als ein langer Text oder mehrere Screenshots nebeneinander. iSpring Cam Pro setzt genau hier an: Bildschirm und Audio werden gemeinsam aufgezeichnet, gesprochene Kommentare inklusive. Ein eigener Videoeditor ist bereits Teil der Software, ein separates Schnittprogramm entfällt damit. Als Bildschirmrekorder unter Windows übernimmt das Tool so den kompletten Weg von der Aufnahme bis zum fertigen Projekt.

Um eine Bildschirmaufnahme zu starten, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Laden Sie die kostenlose 14-Tage-Testversion herunter, die Software läuft auf Windows 10 und Windows 11.
  2. Installieren Sie die Bildschirmaufnahme-Software und öffnen Sie iSpring Cam Pro.
  3. Ein Klick auf den roten Button startet die Aufnahme.
  4. Ein kurzer Countdown läuft, bevor die Aufzeichnung wirklich beginnt.
  5. Über eine kleine Kontrollleiste pausieren Sie die Aufnahme oder schalten das Mikrofon stumm. Bei einer Vollbildaufnahme entfällt diese Leiste, damit sie nicht stört. Stattdessen nutzen Sie Hotkeys oder das Menü im Infobereich.
  6. Die Taste F10 beendet die Aufnahme, danach öffnet sich automatisch der Editor.

Vor der Aufnahme legen Sie fest, welchen Bereich Sie aufnehmen möchten: nur den Bildschirm, die Webcam oder beides zugleich. Nehmen Sie Bildschirm und Webcam gleichzeitig auf, erscheint die Kamera-Aufzeichnung im Bild-in-Bild-Format. Anschließend wählen Sie den passenden Bereich aus, etwa den gesamten Computerbildschirm oder nur einen bestimmten Ausschnitt.

Im Editor zeigt sich anschließend, wie viel mehr als nur Bildschirmaufzeichnung in diesem Werkzeug steckt:

  • Mausaktionen hervorheben: Klicks werden mit Ton und visuellen Effekten unterlegt.
  • Interaktive Leinwand: Anmerkungen, Formen und Bilder lassen sich per Drag & Drop einfügen.
  • Mehrspurige Timeline: Hier können Sie mehrere Videos verbinden und mit Ton anreichern.
  • Sanfte Szenenübergänge: Abrupte Schnitte weichen ausgefeilten Übergängen.

Am Ende steht der Export als hochauflösendes MP4-Video, wahlweise direkt zu YouTube oder ins eigene LMS. Nach unserer Einschätzung liegt genau darin der Vorteil von iSpring Cam Pro: Aufnahme, Nachbearbeitung und flexibler Export passieren in einem einzigen Programm.

iSpring Suite: Bildschirm aufnehmen und Kurse entwickeln

Eine einzelne Bildschirmaufnahme reicht oft nicht aus, wenn daraus ein kompletter Kurs entstehen soll. Genau hier setzt das Autorentool iSpring Suite an, denn der integrierte Bildschirmrekorder iSpring Cam Pro startet direkt aus der gewohnten PowerPoint-Umgebung heraus.

Nach der Installation bindet sich die Software nahtlos in PowerPoint ein. Videoaufnahme und Funktionen für die Kurserstellung laufen dadurch im selben System ab, ein Umweg über mehrere Tools bleibt aus.

So landet eine Bildschirmaufzeichnung auf direktem Weg in einer Präsentation:

  1. Laden Sie die kostenlose 14-Tage-Testversion von iSpring Suite für Windows 10 oder 11 herunter und öffnen Sie das Programm.
  2. Bevor Sie den Screencast einfügen, speichern Sie das Projekt auf Ihrem Computer, falls das noch nicht geschehen ist.
  3. Klicken Sie in der Symbolleiste auf Bildschirmaufnahme, um eine neue Videoaufnahme zu starten oder öffnen Sie ein Videoprojekt, das zuvor mit iSpring Cam Pro erstellt wurde.
  4. Passen Sie die Aufnahme bei Bedarf im Videoeditor an, etwa durch Zuschnitte oder Übergänge.
  5. Klicken Sie abschließend auf Speichern und Zurück zum Kurs.

Nach dem Export bleibt das Video nicht einfach nur ein Video. Es lässt sich in mehreren Richtungen weiterverwenden und individuell anpassen.

  • Synchron zur Folie: Ein Video läuft parallel zur Präsentation, ohne den Kontext zu verlieren. So bleiben Erklärung und gezeigter Ablauf immer im Blick.
  • Wiedergabe einschränken: Legen Sie über Einstellungen fest, welche Videos sich nicht überspringen lassen. Damit stellen Sie sicher, dass wichtige Inhalte auch wirklich gesehen werden.
  • Ans Branding anpassen: Farben und Layout des Players lassen sich an die eigene Marke angleichen. Der Kurs wirkt dadurch wie aus einem Guss mit dem restlichen Unternehmensauftritt.

Mit iSpring Suite können Sie noch deutlich mehr als nur den Bildschirm aufnehmen. Besonders praktisch: Fragen zum gezeigten Ablauf entstehen ohne separates Programm direkt in PowerPoint. Ist der Kurs fertig, verlässt er das Programm als SCORM-Paket und läuft anschließend in nahezu jedem LMS. Sollten dabei technische Fragen aufkommen, steht das iSpring-Team rund um die Uhr zur Verfügung.

Unserer Meinung nach zahlt sich diese Methode besonders dann aus, wenn aus wiederkehrenden Bildschirmaufnahmen dauerhaft ganze Kurse werden sollen. PowerPoint-Kenntnisse lassen sich dabei direkt weiterverwenden, ganz ohne Umweg über zusätzliche Software. Wie sich Aufnahme und Kurserstellung im Alltag kombinieren lassen, zeigt sich am besten in einer persönlichen Demo.

ShareX: Open-Source-Bildschirmaufnahme unter Windows

Alle, die regelmäßig unter Windows den Bildschirm aufzeichnen oder Screenshots automatisiert weiterverarbeiten möchten, finden in ShareX ein passendes Werkzeug. Die Open-Source-Software ist komplett kostenlos und läuft ausschließlich unter Windows. Seit über 18 Jahren wird das Tool aktiv weiterentwickelt und mittlerweile setzen es auch größere Unternehmen ein. Bei der Installation bleibt die Wahl offen. Möglich sind ein klassisches Setup oder eine portable Version ohne Admin-Rechte.

Bei der Bildschirmaufnahme stehen mehrere Methoden zur Verfügung: der komplette Bildschirm, ein bestimmtes Programmfenster oder ein selbst gezogener Ausschnitt. Auch längere Webseiten lassen sich per Scroll-Erfassung vollständig einfangen.

Darüber hinaus machen diese Funktionen einen Unterschied zu anderen Aufnahme-Tools aus:

  • Automatische Screenshot-Reihen: Wiederkehrende Aufnahmen lassen sich zu festen Zeiten oder Intervallen auslösen.
  • Integrierter Bildeditor: Screenshots lassen sich mit Markierungen, Beschriftungen und Weichzeichnern versehen.
  • Frei wählbare Tastenkombinationen: Aufnahme, Bearbeitung und Upload starten jeweils per eigenem Hotkey.
  • Mehrsprachige Oberfläche: Über 20 Sprachen stehen zur Verfügung, was die Einarbeitung in internationalen Teams erleichtert.

Eine mehrspurige Videobearbeitung bietet ShareX nicht. Dafür lassen sich wiederkehrende Abläufe einmal einrichten und laufen danach von selbst: Zum Beispiel der Upload zu einem festen Ordner oder das automatische Umbenennen nach Datum. Der Weg von der Aufnahme bis zum fertigen Upload läuft dann ohne weitere manuelle Schritte. Gerade bei einem hohen Aufnahmevolumen zahlt sich dieser automatisierte Ablauf spürbar aus.

Fazit

Zwischen einem einfachen Windows-Bordmittel und einer vollständigen Autorensoftware liegt eine große Bandbreite an Möglichkeiten. Welcher Screen-Recorder sich lohnt, hängt am Ende vom eigenen Anspruch ab. Für eine schnelle, spontane Aufnahme reicht das kostenlose Screencast-Bordmittel von Windows meist aus.

Wer hingegen einzelne Tutorials mit eigenem Editor aufnehmen möchte, findet in iSpring Cam Pro ein Tool, das Aufnahme und Bearbeitung in einem Werkzeug vereint. Die kostenlose 14-Tage-Testversion zeigt, wie schnell sich aus Bildschirm- und Audioaufzeichnung ein fertiges Lernvideo umsetzen lässt.

Darüber hinaus eignet sich unserer Meinung nach iSpring Suite besonders für Unternehmen und Trainer, die aus einzelnen Bildschirmaufnahmen dauerhaft ganze E-Learning-Kurse aufbauen möchten. Die Software ist direkt eingebettet in die vertraute PowerPoint-Umgebung und mit der kostenlosen Testversion lässt sich das in der Praxis unverbindlich ausprobieren. Um sich Aufnahme und Kurserstellung vorab lieber zeigen zu lassen, buchen Sie sich stattdessen eine persönliche Demo.

ShareX spielt seine Stärken dagegen bei automatisierten Screenshots und wiederkehrenden Aufnahmen aus, weniger bei einzelnen Schulungsvideos. So unterschiedlich die Ansätze auch sind: Mit jedem der vier vorgestellten Tools lässt sich eine Bildschirmaufnahme unter Windows in ein Video verwandeln.

FAQ

Welche Tastenkombination für Screenshot?

Die Tastenkombination Windows + Druck erfasst den gesamten Bildschirm und speichert ihn direkt als Datei, ganz ohne Zwischenschritt über ein Bearbeitungsprogramm. Der Screenshot landet automatisch im Ordner Bilder > Bildschirmfotos. Alternativ genügt in der Xbox Game Bar ein Klick auf das Kamerasymbol, um einen Screenshot zu erstellen.

Wie kann ich meinen Bildschirm aufzeichnen?

Unter Windows 10 und 11 lässt sich der Bildschirm direkt über die integrierte Xbox Game Bar aufzeichnen, ganz ohne zusätzliche Software. Ein Druck auf Windows + G öffnet das Menü, ein Klick auf das Kreis-Symbol startet die Aufnahme sofort. Beendet wird sie über das Quadrat-Symbol an derselben Stelle, danach steht die Datei zum Abruf bereit.