Schulungsvideo: Beispiele und Know-how für Einsteiger

Ein neuer Mitarbeiter, ein neues Tool, eine wichtige Compliance-Vorschrift: Irgendetwas muss im Unternehmen ständig erklärt werden. Text-Dokumente landen dabei oft ungelesen im Postfach, mündliche Erklärungen kosten Zeit und lassen sich schwer wiederholen. Ein Schulungsvideo löst beide Probleme auf einmal: Einmal produziert, steht es jedem Nutzer beliebig oft zur Verfügung, immer in gleichbleibender Qualität.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen deshalb, wie Sie Schulungsvideos produzieren, welches Format zu welchem Thema passt und mit welcher Software sich der Prozess deutlich vereinfachen lässt. Außerdem liefern wir Ihnen konkrete Schulungsvideo-Beispiele aus der Praxis, von IT-Schulungen bis zum Onboarding, damit Sie ein besseres Bild von der Umsetzung bekommen.

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Schulungsvideos produzieren: Ihr Einstieg ins E-Learning

Gute Videos für Schulungen entstehen nicht durch Zufall. Wer Trainingsvideos produzieren möchte, braucht vor allem einen klaren Plan, von der ersten Idee bis zur fertigen Datei. Die folgende Anleitung zeigt Ihnen, worauf es bei der Video-Produktion ankommt.

1. Konzept

Bevor Sie eine Kamera oder Software öffnen, denken Sie an messbare Lernziele: Für welche Leute ist das Trainingsvideo, und was sollen sie danach wissen? Ein Schulungsvideo für neue Mitarbeiter braucht beispielsweise andere Inhalte als ein Tutorial zur Bedienung einer neuen Software.

Ein Storyboard hilft dabei, die wesentliche Nachricht des Videos zu visualisieren, bevor die eigentliche Umsetzung beginnt. Das hilft, bei der Produktion nicht abzuschweifen. Erfolgreiche Trainingsvideos sind dabei selten länger als fünf bis sieben Minuten, kürzer ist fast immer besser.

2. Format

Nicht jedes Thema braucht dieselbe Art von Schulungsfilm. Die Wahl des richtigen Formats entscheidet oft darüber, ob Informationen im Kopf bleiben oder schnell wieder vergessen werden. Je nach Publikum und Thema eignet sich mal ein kurzer Clip, mal ein ausführlicheres Video mit mehreren Kapiteln.

Zur Auswahl stehen unter anderem diese Video-Formate:

  • Screencast: Zeigt Bildschirmaufnahmen mit Sprecherkommentar. Ideal für Software-Schulungen und IT-Anwender.
  • Talking-Head-Video: Eine Person spricht direkt in die Kamera. Passt gut zu Compliance-Themen oder um persönliche Nähe zu vermitteln.
  • Folienbasiertes Video: Kombiniert Präsentationsfolien mit Voice-over. Eignet sich für Prozesse und Theorie.
  • Erklärvideo: Nutzt Grafiken statt echter Aufnahmen. Praktisch, wenn Datenschutz oder fehlendes Filmmaterial ein Thema sind.
  • Mikrovideo: Zeigt einen einzelnen Prozess sehr kurz und knapp. Eignet sich gut fürs Mikrolernen, oder wenn kurz eine spezifische Frage beantwortet werden soll.

Unserer Meinung nach lohnt sich oft eine Mischung aus mehreren Formaten. Nutzen Sie Folien, um theoretisches Wissen zu vermitteln, und ergänzen Sie an passenden Stellen ein kurzes Video, um komplexe Zusammenhänge greifbarer zu machen. So bleibt der Zuschauer aufmerksam, weil sich Format und Tempo des Tutorials immer wieder abwechseln.

Sprechen Sie zudem gezielt Emotionen an, etwa durch reale Situationen oder nachvollziehbare Charaktere. Das macht nicht nur mehr Spaß beim Zuschauen, sondern verbessert auch das Lernen durch Videos und erhöht die Erinnerungsrate der Zuschauer.

Wie man einen Schulungskurs in PowerPoint erstellt
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3. Software

Für den richtigen Einstieg in die Video-Produktion brauchen Sie ein Tool, das zu Ihrem Format passt. iSpring Suite ist eine solche Lösung, die mehrere Funktionen in einem Paket vereint, sodass Sie nicht zwischen verschiedenen Programmen wechseln müssen. Wer bereits mit PowerPoint arbeitet, muss sich nicht extra einarbeiten: iSpring Suite funktioniert direkt in der vertrauten Oberfläche, sodass Sie sofort loslegen können.

Ihr Schulungsvideo bleibt dabei nicht isoliert, sondern lässt sich direkt weiterverarbeiten. Ergänzen Sie es um ein Quiz oder betten Sie es in eine ganze Kursstruktur ein, und schon wird aus dem einzelnen Video ein vollständiger E-Learning-Kurs.

Diese Funktionen unterstützen Sie bei der Entwicklung Ihres Schulungsvideos besonders:

  • Bildschirmaufnahmen: Zeichnen Sie Screencasts mit Voice-over oder Webcam-Video auf, perfekt für Software-Trainings.
  • Videovorlesungen: Kombinieren Sie Ihre Präsentations-Folien mit einem aufgenommenen Video, synchron zueinander.
  • Video-Editor: Fügen Sie zu Ihrem Video Texte, Übergänge, Musik und Bilder hinzu, ohne separate Schnittsoftware zu benötigen.
  • Inhaltsbibliothek: Nutzen Sie vorgefertigte Vorlagen und Darsteller, um Ihre Inhalte aufzuwerten und die Aufmerksamkeit zu steigern.
  • Individuell anpassbarer Player: Setzen Sie Ihr Corporate Design um, für ein nahtloses Erlebnis für Mitarbeiter oder Kunden.
  • Wiedergabebeschränkungen: Verhindern Sie, dass Lernende vorspulen oder Abschnitte überspringen, bevor sie das Video vollständig angesehen haben.
  • SCORM-Konvertierung: Wandeln Sie fertige Inhalte mit einem Klick in SCORM um und laden Sie diese in ein LMS hoch.

Direkt im Anschluss ans Schulungsvideo erstellen Sie zudem Quiz in der vertrauten PowerPoint-Oberfläche, um den Lernerfolg sofort zu prüfen. Dabei stehen Ihnen 14 verschiedene Fragetypen zur Verfügung, von einfachen Multiple-Choice-Fragen bis hin zu Drag-and-Drop-Aufgaben.

Ob sich all diese Funktionen für Ihr Unternehmen lohnen, lässt sich am besten in der Praxis beurteilen. Mit der kostenlosen Testversion probieren Sie iSpring Suite direkt an Ihrem eigenen Schulungsvideo aus, ganz ohne Verpflichtungen oder versteckte Kosten. Auf diese Weise bekommen Sie ein echtes Gefühl dafür, wie schnell sich fertiger Content aus Ihren Unterlagen erstellen lässt.

Wer sich vorab einen strukturierten Überblick verschaffen möchte, statt sofort selbst loszulegen, kann stattdessen eine Live-Demo anfragen. Dabei führt Sie ein Experte persönlich durch die wichtigsten Funktionen und beantwortet offene Fragen zu Ihrem konkreten Anwendungsfall.

4. Veröffentlichen

Ist der Schulungsfilm fertig, geht es an die Verteilung im Unternehmen. Nutzen Sie dafür am besten ein Lernmanagementsystem (LMS), das den Fortschritt jeder einzelnen Person automatisch nachverfolgt. Auf diese Art sehen Sie Statistiken darüber, wer welche Videos angeschaut hat und wer noch nicht, und können gezielt nachfassen.

Achten Sie beim Export Ihrer Trainingsvideos auf gängige Standards wie SCORM oder xAPI. Diese sorgen dafür, dass Ihr Video in praktisch jedem LMS abspielbar ist, ohne technische Probleme oder aufwendige Anpassungen im Vorfeld. Haben Sie noch kein LMS im Einsatz, laden Sie Ihre Schulungsfilme stattdessen direkt auf eine interne Plattform oder Ihren YouTube-Kanal hoch und teilen sie per Link.

Schulungsvideos bieten den Zuschauern flexibles Lernen, unabhängig von Zeit und Ort. Denken Sie deshalb bei der Weitergabe auch an mobile Endgeräte: Ein Video, das sich problemlos auf dem Smartphone abspielen lässt, erreicht auch Mitarbeiter im Homeoffice oder unterwegs. Gerade für Millennials spielt diese Art der Weiterbildung eine wichtige Rolle.

5. Feedback

Nach der Veröffentlichung ist die Arbeit noch nicht vorbei. Fragen Sie Ihre Zuschauer, ob das Trainingsvideo verständlich war und wo es Lücken gab. Eine kurze Umfrage direkt im Anschluss senkt die Hemmschwelle, ehrliches Feedback zu geben. Ein kurzes Quiz zeigt außerdem, ob das Know-How wirklich angekommen ist, oder ob bestimmte Punkte noch einmal erklärt werden müssen.

Nutzen Sie die Tipps Ihres Publikums, um das Video bei Bedarf nachzuschärfen. Kleine Anpassungen, etwa an Tempo oder Erklärungen, verbessern den Lernerfolg oft erheblich. Auch die Länge einzelner Abschnitte lohnt sich zu überprüfen: Wird an bestimmten Stellen häufig abgebrochen, ist das oft ein Zeichen für zu viel Inhalt auf einmal.

Unserer Meinung nach lohnt sich diese Investition besonders bei Videos, die regelmäßig genutzt werden, vor allem in der Weiterbildung oder im wiederkehrenden Onboarding neuer Mitarbeiter.

Mit diesen fünf Schritten steht Ihrem ersten Film nichts mehr im Wege. Welche Einsatzmöglichkeiten sich für Schulungsvideos in Unternehmen konkret bieten, wollen wir uns nun an Hand einiger Beispiele ansehen.

Schulungsvideo für Mitarbeiter: Beispiele aus der Praxis

Trainingsvideos lassen sich in fast jedem Bereich eines Unternehmens einsetzen, von der IT bis zur Personalabteilung. Je nach Thema unterscheiden sich Aufbau und Format aber deutlich. Die folgenden Beispiele zeigen, wie sich typische Anwendungsfälle konkret umsetzen lassen.

Software-Schulungen & IT-Systeme

Neue Software einzuführen kostet Zeit, besonders wenn viele Mitarbeiter gleichzeitig geschult werden müssen. Ein Schulungsvideo löst dieses Problem, indem es die Bedienung Schritt für Schritt zeigt, statt jedem Einzelnen alles persönlich zu erklären. Technisches Training profitiert besonders von diesem Format, da komplexe Abläufe sich oft leichter zeigen als beschreiben lassen.

Am besten eignet sich hierfür ein Screencast: Sie nehmen Ihren Bildschirm auf, während Sie durch die Software navigieren, und kommentieren die einzelnen Schritte per Voice-over. So sieht jeder Mitarbeiter genau, wo er klicken muss, ganz gleich, ob es um ein neues CRM-System oder eine interne Anwendung geht.

Unternehmensrichtlinien & Compliance

Gesetzliche Vorschriften und interne Richtlinien müssen alle Mitarbeiter gleichermaßen kennen, etwa bei Datenschutz oder Sicherheit am Arbeitsplatz. Compliance-Schulungen vermitteln diese Inhalte standardisiert, sodass jeder dieselben Informationen in derselben Qualität erhält. Ein gutes Schulungsvideo sorgt dafür, dass hier nichts vom Zufall abhängt. Hier eignet sich häufig ein Talking-Head-Video: Eine Person erklärt direkt in die Kamera, worauf es ankommt.

Das wirkt persönlicher als reine Textdokumente und bleibt dadurch besser im Gedächtnis. Mit Navigationssperren stellen Sie zusätzlich sicher, dass Mitarbeiter das Video nicht einfach überspringen, sondern die Inhalte tatsächlich durchgehen. Ein abschließendes Quiz dokumentiert außerdem, dass das Training erfolgreich abgeschlossen wurde – ein großer Vorteil für interne Nachweise.

Onboarding

Der erste Eindruck zählt, auch bei neuen Mitarbeitern. Onboarding-Filme führen sie in Unternehmensprozesse ein, noch bevor der erste Arbeitstag richtig losgeht. So fühlen sich neue Kollegen von Anfang an gut vorbereitet, statt am ersten Tag mit Informationen überflutet zu werden.

Hier eignet sich eine Mischung aus Präsentation und Video besonders gut: Sie stellen das Team, die wichtigsten Ansprechpartner und interne Abläufe auf Folien vor. Einzelne Abschnitte ergänzen Sie mit kurzen Videoclips, etwa einer persönlichen Begrüßung durch die Geschäftsführung oder einem Rundgang durchs Büro. So wirkt das Video lebendiger als reine Folien, bleibt aber übersichtlich strukturiert.

Praktisch: Neue Mitarbeiter schauen sich das Video in ihrem eigenen Tempo an und können bei Bedarf einzelne Abschnitte erneut ansehen. So bleibt mehr Zeit für persönliche Fragen, statt Grundlegendes mehrfach zu erklären.

Produktschulungen

Ob für den Vertrieb, den Kundensupport oder externe Partner: Wer ein Produkt gut erklären soll, muss es zunächst selbst verstehen. Produktschulungen vermitteln genau dieses Wissen, ohne dass jeder Mitarbeiter einzeln eingearbeitet werden muss. Gerade bei komplexeren Produkten spart das enorm viel Zeit.

Ein Mikrovideo eignet sich hier oft besser als ein langes Gesamtvideo: Statt alle Funktionen auf einmal zu erklären, zeigen Sie einzelne Features in kurzen, eigenständigen Clips. So können Mitarbeiter gezielt das Video ansehen, das sie gerade brauchen, statt sich durch einen langen Kurs zu klicken.

Auch für Kunden selbst sind solche Videos hilfreich, etwa als Teil des Supports oder für informatives Marketing. So beantworten Sie wiederkehrende Fragen, ohne jedes Mal persönlich Rede und Antwort stehen zu müssen.

Wie unsere Beispiele zeigen, bieten Schulungsvideos fast in jedem Bereich im Unternehmen Vorteile, von der IT bis zum Onboarding.

Fazit

Ein schlecht produziertes Schulungsvideo landet schnell in der Schublade und wird nie wieder angesehen. Ein gut durchdachtes dagegen bleibt dem Publikum im Gedächtnis, spart langfristig Zeit und macht Wissen für alle zugänglich. Der Unterschied liegt selten an den Produktionskosten, sondern am Prozess: Konzeption, Format, die richtige Software, Veröffentlichung und ehrliches Feedback.

Wie unsere Schulungsvideo-Beispiele zeigen, lässt sich dieser Ansatz auf fast jeden Bereich im Unternehmen übertragen. Mit iSpring Suite haben Sie dafür eine Lösung, die den gesamten Weg von der Erstellung bis zur Veröffentlichung abdeckt, inklusive der Option, daraus einen vollständigen Kurs zu machen. So sparen Sie sich Zeit, ohne beim Ergebnis Abstriche zu machen.

Um die Funktionen etwas näher kennenzulernen, nutzen Sie am besten die kostenlose Testversion. Oder erleben Sie in einer Live-Demo, wie leistungsfähig und anpassbar iSpring Suite für Ihre Anforderungen wirklich ist. So wird aus Ihrer nächsten Idee im Handumdrehen ein Schulungsvideo, das aussieht wie vom Profi und gleichzeitig Spaß macht.

FAQ

Was ist ein Schulungsvideo?

Ein Schulungsvideo ist ein audiovisuelles Format, das Wissen oder Fähigkeiten vermittelt, oft Schritt für Schritt und visuell unterstützt. Es kann beispielsweise die Bedienung einer Software zeigen, einen Arbeitsprozess erklären oder komplexe Themen vereinfacht darstellen. Anders als reiner Text kombiniert es Bild, Ton und teilweise auch Text, was das Verständnis erleichtert. Einmal produziert, lässt sich ein solches Video beliebig oft wiederverwenden, etwa als Nachschlagewerk.