Videokurse gehören zu den effektivsten Mitteln, um Wissen in Unternehmen und Organisationen zu vermitteln. Der Vorteil: Die Fortbildung wird so ortsunabhängig, wiederholbar und ist für alle Teammitglieder jederzeit abrufbar. Doch bevor die Kamera läuft oder die erste Folie entsteht, braucht es eine klare Strategie.
In diesem Artikel zeigen wir Ihnen in einer Anleitung Schritt für Schritt, wie Sie einen professionellen Videokurs erstellen lassen, planen, produzieren und teilen. Dazu gibt es praktische Tipps und Empfehlungen für Tools wie iSpring Suite, mit denen sich auch ohne Vorkenntnisse hochwertige Lerninhalte erstellen können.
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Was ist ein Videokurs?
Nun zur wichtigsten Frage überhaupt: Was ist ein Videokurs denn eigentlich? Ganz einfach: Ein Videokurs ist dadurch definiert, dass in einem Video Wissen, Techniken oder Methoden vermittelt werden. Das Video-Format hat die entscheidenden Vorteile, dass Interessenten wie etwa Mitarbeitende sich das Video orts- und zeitunabhängig anschauen können und so selbst entscheiden können, wann sie am besten lernen möchten.
Der Videokurs bietet Unternehmen viele Business-Vorteile, z.B. dass Onlinekurse einmal über Betriebssysteme wie Windows erstellt werden– aber unendlich oft geteilt werden kann. Die Bereitstellung der Informationen und Wissen für Teams und Mitarbeitende erfolgt am besten zentral über ein LMS, das Organisationen im Rahmen ihrer E-Learning-Strategie nutzen. Mit einem solchen Videokurs können dann Teams und Mitarbeitende in den verschiedensten Zweigstellen geschult werden. So sparen sich Organisationen Kosten und Arbeit für Anreise, Experten und Unterkunft für Fortbildungen vor Ort.
Wie macht man einen Videokurs?
Spätestens wenn das richtige Internet-Tool gefunden ist, steht die Frage im Raum: Wie macht man einen Videokurs? Wie beginnt man am besten mit dem Erstellen des Videos? Wir möchten Sie hier nun Schritt-für-Schritt durch den Prozess führen und Ihnen Ihre Möglichkeiten und einige Tipps vorstellen.
Schritt 1: Was ist das Thema des Videos?
Im ersten Schritt sollten Sie sich am besten darüber klar werden, welches Thema Ihr Video haben soll und welches Wissen Sie transportieren möchten. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle:
- Ist das Thema und das erarbeitete Wissen langfristig so relevant, dass sich das Erstellen des Videokurses lohnt?
- Ist das anvisierte Thema für einen Online-Videokurs und die Vermittlung über Videos geeignet?
- Gibt es eine definierte Zielgruppe für dieses Thema?
- Gibt es zu dem Thema und/oder Wissensbereich bereits ausreichende Schulungsmaterialien in einem anderen Medium?
Es ist gut, moderne Medien wie Videokurse in die Fortbildungsstrategie einer Organisation zu integrieren. Wenn das Thema aber sehr komplex ist oder nur einen aktuellen Bezug hat, gibt es womöglich bessere Wege für die Wissensvermittlung und ein schneller zu nutzendes Medium. Hier reicht trotz großer Begeisterung oftmals der Nutzen für die Teilnehmer nicht aus, um den Aufwand zu rechtfertigen.
Zu den besten Tipps der strategischen Vorbereitung gehört deshalb dieser: In der Planung sollten Sie am besten die langfristige Strategie berücksichtigen. Es bleibt selten bei einem Video, denn er ist zumeist Teil einer größeren Fortbildungsstrategie mit Video-Content. Deshalb sollten beim Erstellen des ersten Videos am besten bereits die Themen der nächsten drei Videos stehen. Probieren Sie das aus und wenn Sie feststellen, dass es eigentlich gar nicht so viel zu sagen gibt, dann sollten Sie überlegen, ob sich der Aufwand für ein Video lohnt. Vielleicht stellen Sie aber auch fest, dass Sie sehr viele Ideen haben und das Thema in dieser Form viel hergibt. Dann planen Sie Ihren Videokurs am besten in einen größeren Zusammenhang ein.
Zudem sollte überprüft werden, ob es bereits Schulungsmaterialien gibt, die in Verbindung mit dem Themenbereich stehen. Wenn dem so ist, sollten Sie überlegen, wie Sie sich von dieser am besten unterscheiden können, z.B. in einer differenzierten Fragestellung, einer neuen Perspektive für die Teilnehmer oder der Ausstattung des Videos.
Schritt 2: Definieren Sie die Zielgruppe
Im zweiten Schritt sollten Sie Ihre Zielgruppe definieren. Die folgenden Fragen können Sie sich stellen, um die Zielgruppe zu definieren.
- Welche Personen in welchen Rollen spreche ich innerhalb der Organisation an?
- Welche Interessen oder Schmerzpunkte hat meine Zielgruppe?
- Richtet sich der Online-Kurs an Anfänger oder Fortgeschrittene?
- Welches Problem löse ich mit meinem Video für die Teilnehmer?
- Welche Merkmale hat meine Zielgruppe (Alter, Rolle, Aufgaben, Geschlecht etc.)?
- Was ist die passende Kursform für die Teilnehmer?
Auf die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollten Sie eine strategische Ausrichtung aufbauen: Jüngere Menschen werden anders angesprochen als ältere Menschen, IT-Videokurse sollten anders gestaltet sein als Vertriebs-Videos. Jede Zielgruppe benötigt eine andere Ansprache und andere Tipps.
Sie können auch überlegen, ob Sie zur Vertiefung ein E-Book anbieten möchten. Zudem sollte in der späteren Ausgestaltung des Videokurses eine rhetorische Sprache gewählt werden, die die Zielgruppe im besten Fall neugierig macht und das Ziel des Online-Kurses klar vermittelt. Mit welchen Schlagworten erreichen Sie Ihre Zielgruppe am besten?
Schritt 3: Planung der Videos
Nun geht es in die strategische Content-Planung.
Themen clustern
Im ersten Schritt unterteilen Sie das Thema Ihres Videokurses in Unterthemen bzw. einzelne Fragestellungen, die aufeinander aufbauen. Daraus ergeben sich im besten Fall die einzelnen Module und Szenen des Videos.
Beispiel für Planung eines Videos:
Ein Videokurs zum Thema „Photoshop“ kann ein Einsteiger-Kurs für Anfänger sein, in dem in wenigen Modulen die wichtigsten Funktionen erklärt werden. Sie können aber auch eine mehrteilige Reihe planen, in der jedes einzelne Modul eine Funktion vorstellt. So könnte der erste Videokurs das Thema „Bilder mit Photoshop optimieren“ sein, der zweite Videokurs widmet sich dem Thema „Bilder mit Photoshop maskieren“ und der dritte Videokurs der Frage, wie ich mit Photoshop Bilder retuschiere. Diese Reihe ließe sich in mehreren Videos endlos fortsetzen, was einen inhaltlichen Mehrwert für die Zuschauer haben kann.
Wenn Sie Ihr Thema auf diese Art ganz konzentriert in Unterthemen gliedern, werden Sie auch schnell ein Gefühl dafür bekommen, ob Ihr Thema vielleicht zu groß für einen Videokurs ist. Dann können Sie bereits die nächsten Videos planen und können die Inhalte in sinnvolle Themenabschnitte bzw. Module proportionieren. Wenn Sie eigene Videokurse erstellen, fragen Sie sich sicher auch, wie viele Minuten die einzelnen Module haben sollen. Es bewährt sich, hier kleinere Lernhappen von 10 bis 20 Minuten zu planen. Viele Nutzende schauen sich einen Videokurs auf dem Smartphone und nebenbei an, weshalb die Konzentration nur kurz gehalten wird.
Jedes einzelne Modul sollte einen klaren Titel sowie eine Zielsetzung haben. In Stichpunkten können Sie sich die Inhalte des Moduls, das Wissen und die Informationen, die Sie in den Videos vermitteln möchten, aufschreiben. Sie dienen als inhaltliches Gerüst für den späteren Videokurs.
Materialien sichten
Im nächsten Schritt sichten Sie, welche Materialien und technischen Mittel (Sachen wie Smartphone, Windows, Bearbeitungssoftware etc.) Sie für die einzelnen Module Ihres Videokurses benötigen. Zu den inhaltlichen Materialien gehören beispielsweise Bilder, Grafiken, Statistiken oder auch Studien, die sich je nach Format anbieten. Dies ist zumeist der aufwändigste Teil der Vorbereitung eines Videokurses. Es ist nämlich zumeist damit getan, gute Gedanken und Ideen in einem Videokurs zu teilen. Je nach Thema muss man Informtionen durch referentielle Verweise, Studien oder Grafiken untermauern. Also planen Sie für diesen Schritt in der Planung des Videos genügend Zeit ein.
Skript für Videokurse erstellen
Die Themen sind klar und die Materialien sind da. Nun müssen Sie ein Skript erstellen, das Ihr inhaltlicher Leitfaden für den Videokurs ist. Es ist typenabhängig, ob Sie lieber frei sprechen und sich deshalb lieber nur Stichpunkte aufschreiben oder den Sprechertext komplett ausformulieren. Auf der anderen Seite sind jedoch Stichpunkte empfehlenswert, da Sie so freier im Sprechen sind und authentischer wirken.
Das fertige Skript können Sie mehrmals durchsprechen, um zu testen, ob die einzelnen Module gut aufeinander aufbauen und keine Inhalte fehlen. Selbstverständlich sollten Sie auch die Kollegen und Kolleginnen aus dem HR-Team und andere Mitarbeitende, die wertvollen Input geben könnten, miteinbeziehen. Im Skript können Sie auch vermerken, an welcher Stelle Sie Grafiken einblenden möchten.
Handelt es sich um eine Bildschirmaufnahme, bei der Sie beispielsweise eine Software vorstellen, können Sie frei sprechen. Sollte es zu Versprechern kommen, können Sie das Video später schneiden. Dasselbe gilt für andere Videokurse, in denen Sie nicht zu sehen sind.
Schritt 4: Equipment für den Videokurs besorgen
Nun geht es in die Praxis, denn nun können Sie den Videokurs erstellen und der Schnitt erfolgt. Es ist nun entscheidend, welche Art von Videos Sie erstellen möchten. Wenn Sie vor der Kamera bzw. dem Smartphone stehen und sich aufnehmen lassen möchten, dann benötigen Sie für die Art der Aufnahme eine Kamera, Licht und geeignete Hintergründe sowie ein Mikro. Auf dem Markt gibt es eine große Auswahl an Equipment: Lassen Sie sich zur Wahl von Spiegelreflexkamera, LED-Panels und Ansteckmikrofon professionell beraten, damit die Qualität des Videokurses nicht leidet und einen Mehrwert hat.
Einfacher als die Kameraaufnahme ist es, wenn Sie sich für eine Art Erklärvideo entschieden haben. Dann können Sie den kompletten Videokurs mit dem Programm iSpring Suite aufnehmen. Dabei handelt es sich um ein Authoring-Tool, das auf der Grundlage des PowerPoint-Programms und ohne Expertenkenntnisse funktioniert und dessen Preis nicht zu hoch ist. Was Sie hier erhalten, ist ein Tool, mit dem Sie alle To-Dos rund um die Erstellung von professionellen Lernmaterialien für Weiterbildung und Co. erledigen können. So müssen Sie nicht zwischen verschiedenen Programmen switches, sondern können von der Aufnahme, der Gestaltung bis hin zum Abspeichern einem passenden Format in einem Programm bleiben.
Die Software punktet mit einigen praktischen Funktionen: In der vertrauten PowerPoint-Oberfläche lassen sich mit wenigen Klicks Quiz erstellen, ein individuell anpassbarer Player sorgt für einen einheitlichen Look, und dank SCORM-Konvertierung binden Sie den fertigen Kurs problemlos in Ihr Lernmanagementsystem ein. Außerdem können Sie den Videokurs synchron zu Ihren Folien aufnehmen, den Zugriff auf die Videos gezielt einschränken und auf eine umfangreiche Content-Bibliothek zurückgreifen. Wenn Sie gerade Ihr Video planen, können Sie einfach eine Demo buchen oder die kostenlose 14-Tage-Testversion für Betriebssysteme wie Windows herunterladen und selbst herausfinden, wie Sie die Software zum Erstellen Ihres Videokurses nutzen können. Haben Sie Fragen oder Schwierigkeiten? Dann steht Ihnen der technische Support 24/7 zur Verfügung.
Für welche Technik Sie sich entscheiden, hängt auch davon ab, ob Sie bereits wissen, dass Sie zukünftig mehrere Videokurse erstellen werden. Dann lohnt es sich in jedem Fall, von Beginn einer Produktion an in eine professionelle Ausstattung zu investieren oder sich den Videokurs erstellen lassen zu wollen.
Schritt 5: Strategie zum Teilen der erstellten Videos
Die Verbreitung des fertigen Produkts erfolgt in der Regel über eine Lernplattform. Dort haben alle Mitarbeitende Zugriff auf die Online-Kurse und können sich je nach Bedarf Videos auswählen. Denkbar wäre auch, den Videokurs auf einer (WordPress-) Website zu veröffentlichen. Ein Vorteil von Lernplattformen: Mit einem LMS haben Unternehmen die Sicherheit, das relevante Schulungen per Onlinekurs direkt am Bildschirm durchgeführt werden.
Praxisbeispiel: Effizientere Sicherheitsschulungen dank iSpring
Aequor Sicurezza Srl ist ein auf Arbeitssicherheit spezialisiertes Unternehmen aus Mailand mit nur 20 Mitarbeitenden, das jährlich über 2.500 Kunden und rund 9.000 Teilnehmende in ganz Italien schult. Da klassische Präsenzschulungen zeit- und kostenintensiv waren und sich nur schwer an die unterschiedlichen Branchen der Kunden anpassen ließen, entschied sich das Unternehmen für den Umstieg auf E-Learning.
Mit iSpring LMS und iSpring QuizMaker gelingt es Aequor Sicurezza nun, Schulungsinhalte zentral zu erstellen, zu verwalten und flexibel auf Branchen wie Fertigung, Automobil, Bau, Gesundheitswesen oder Banken zuzuschneiden.
Das Ergebnis: eine um 25 % höhere durchschnittliche Punktzahl bei Wissenstests, eine um 20 % höhere Kursabschlussquote und ein deutlich geringerer Zeit- und Kostenaufwand im Vergleich zu den bisherigen Präsenzschulungen mit Coach.
Fazit
Wie Sie nun sehen: Wer etwas Zeit in die Vorbereitung und strategische Planung eines Videos steckt, der kann professionelle Inhalte kreieren und damit die Grundlage für nachhaltige Fortbildungserfolge legen.
Und: Es wird Ihnen von Video zu Video leichter fallen, denn Sie üben die einzelnen Produktionsschritte ein. So wird in Ihnen das Scripting und die Umsetzung von Mal zu Mal leichter von der Hand gehen.
Ein weiterer Effekt wird sich mit zunehmender Anzahl an Videos einstellen: Während der erste Videokurs in diesem Sinne noch als einmaliges Fortbildungsangebot wahrgenommen wird, werden sich die Kursangebote mit jedem weiteren Video stärker etablieren. So erstellt Ihr Team nach und nach eine starke Fortbildungsplattform für Ihr Unternehmen.
Ihr erstes Video wird also wahrscheinlich nicht Ihr letztes sein. Wenn Sie von Beginn an auf eine professionelle, aber zeitsparende Erstellung der Videokurse setzen möchten, dann probieren Sie die iSpring Suite aus. Mit dem Online-Tool erstellen Sie hochwertige Videokurse, die einen einheitlichen Standard für Ihre Online-Kurse aufweisen. Eine Empfehlung: Erleben Sie die Funktionsweise in einer Live-Demo oder laden Sie sich jetzt die kostenlose 14-Tage-Testversion herunter, um einen ersten Videokurs erstellen lassen zu können.
FAQ
Was sind gute Video-Ideen?
Als Video-Ideen eignen sich besonders kurze How-to-Clips von zwei bis fünf Minuten mit jeweils einem klaren Thema, Vorher-Nachher-Beispiele, Interviews oder Testimonials, Screen-Recordings mit Voiceover für Tools und Prozesse sowie FAQ-Videos zu häufig gestellten Fragen.
Kann ChatGPT ein Schulungsvideo erstellen?
Nein, mit Chat GPT kann man sich keinen fertigen Videokurs erstellen lassen. Aber es kann Skript, Storyboard, Sprechertext und Struktur liefern. Für Video selbst braucht’s Tools wie Synthesia (KI-Avatare), Pictory oder klassisches Screen-Recording + Schnitt.